WordPress mit WooCommerce

Das Content-Management-System (CMS) WordPress mit dem Plugin WooCommerce wird eingesetzt, um eine vollwertige Website mit integriertem Onlineshop zu erstellen.

WordPress ist im Kern ein Content-Management-System (CMS), das auf der Skriptsprache PHP und der Datenbank MySQL basiert. Seine Hauptaufgabe ist die Trennung von Inhalten (Texte, Bilder) und Design (Layout), um eine einfache Verwaltung ohne Programmierkenntnisse zu ermöglichen.

WordPress verfügt über eine Schicht-Architektur mit strikter Trennung zwischen dem Programmkern, dem Design und der Funktionalität. Der Programmkern (Core) steuert die grundlegenden Funktionen, wie die Benutzerverwaltung, das Speichern von Inhalten, sowie die Kommunikation mit der Datenbank. In der Datenbank wird alles gespeichert, was zu den Inhalten gehört. Starre Inhalte, bzw. Inhalte, die sich selten oder wenig verändern, werden als „Seiten“ bezeichnet, Inhalte, die sich häufig ändern oder stets fortgeschrieben werden, sind die sogenannten „Beiträge“.

Das Design wird unter WordPress „Theme“ genannt. Dies ist die visuelle Hülle. Ein Theme bestimmt, wie die Inhalte aus der Datenbank im Browser des Besuchers angezeigt werden. Es enthält Templates für die Startseite, Artikel oder die Menüstruktur, wenn mehrere Unterseiten vorhanden sind, die angesteuert werden sollen. 

Das Basissystem kann mit Hilfe sogenannter „PlugIns“ um zusätzliche Funktionen erweitert werden, wie z. B. ein Kontaktformular, Tools für die Suchmaschinenoptimierung oder ein Shopsystem.

Wie wird WordPress installiert?

In der Regel ist die Buchung unterschiedlich leistungsfähiger Webhosting-Pakete hinsichtlich Rechenleistung, Speichergröße und Traffic möglich. Bei großen und stark frequentierten Seiten empfiehlt es sich, ggf. auch einen eigenen Webserver zu betreiben (zu mieten), der ausschließlich für diese eine Webseite genutzt wird. Bei kleineren Seiten ist es aber ausreichend, wenn der Webhoster die Rechenleistung und Speicherkapazität eines Servers auf mehrere Webseiten aufteilt. Diese Webhosting-Pakete können bereits für wenige Euro im Monat gebucht werden.

Wie erfolgt die Administration von WordPress?

Die Administration der Seite erfolgt über das sogenannte Backend. Dieses erreicht man durch Aufruf der Seite mit dem Zusatz /wp-admin, wie z.B. xyz.de/wp-admin. Für die Ersteinrichtung kann am einfachsten ein passendes Webhosting-Paket bei einem Webhoster gebucht werden. Über diesen kann die benötigte Domain beantragt und verwaltet werden. Viele Webhoster bieten darüber hinaus eine assistentenunterstützte Ersteinrichtung des Programms an, sodass diese in wenigen Minuten erfolgt.

Welche Komponenten sind in der Basisinstallation enthalten?

Dis Basisinstallation über einen Webhoster beinhaltet die Installation des Cores, der benötigten MySQL-Datenbank und der Scriptsprache PHP in einer für den Betrieb notwendigen aktuellen Version. Ferner wird ein Basis-Theme mitgeliefert, welches üblicherweise einmal jährlich aktualisiert wird sowie ein Editor, der sogenannte Gutenberg-Editor, mit dem sich Seiten und Beiträge durch Text und weitere Gestaltungselemente erstellen und bearbeiten lassen.

Wer ist der Hersteller von WordPress?

Es gibt nicht den einen Hersteller im klassischen Sinne (wie Microsoft bei Windows), sondern eine Mischung aus einer Gemeinschaft und einem Unternehmen. Die Software WordPress selbst ist Open Source. Das bedeutet, sie gehört niemandem allein. Die Gründer Matt Mullenweg (USA) und Mike Little (UK) haben mit der Entwicklung von WordPress in 2003 gestartet. Heute arbeiten tausende Freiwillige und Firmen weltweit gemeinsam daran, die Software zu verbessern. Damit der Name „WordPress“ nicht missbraucht wird, gibt es die gemeinnützige WordPress Foundation. Sie sorgt dafür, dass die Software für immer frei und kostenlos bleibt. Obwohl WordPress „frei“ ist, gibt es eine große Firma dahinter, die von Mitgründer Matt Mullenweg geleitet wird: Automattic Inc. 

Diese Firma betreibt unter anderem die Plattform WordPress.com (die Miet-Version) und entwickelt viele wichtige Erweiterungen (PlugIns), wie z.B. den Onlineshop wooCommerce, der als eCommerce-Plattform vollständig in WordPress integriert werden kann.

Was kostet WordPress?

Das Basissystem wird, wie bereits beschrieben, kostenlos zur Verfügung gestellt. Kosten fallen zunächst nur für das Hosting-Paket beim Provider an und beinhalten Kosten für die bereitgestellte Webserver-Rechenleistung, den benötigten Daten-Speicherplatz, den Internet-Traffic, die Bereitstellung und Verwaltung der Domain, sowie für eventuelle Zusatzleistungen (z.B. SSL-Zertifikat oder Speicherplatz für Datensicherungen).

Auch das Webshop-PlugIn wooCommerce wird in der Basis kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Da es sich um ein offenes System handelt, haben bereits unzählige andere Anbieter Erweiterungen in Form von zusätzlichen Themes, PlugIns, Editoren bzw. Page Buildern und vorgefertigten Designs für WordPress entwickelt. Diese Anbieter haben zumeist (aber nicht alle) ein kommerzielles Interesse. Je nach Art und Umfang der eingesetzten Erweiterungen entstehen teilweise einmalige, aber oft auch regelmäßig wiederkehrende Kosten für dessen Nutzung. 

Welche PlugIns und Erweiterungen sind sinnvoll, um einen Webshop mit WordPress und wooCommerce zu betreiben?
  • wooCommerce erfüllt als System, welches ursprünglich für den US-Markt entwickelt wurde, nicht die gesetzlichen Anforderung für den deutschen Markt (MwSt.-Anzeige, AGB-Checkboxen im Checkout, PDF-Rechnungen usw.). Um die Anforderungen zu erfüllen, können die PlugIns Germanized oder German Market eingesetzt werden.
  • Die PlugIns Real Cookie Banner oder Borlabs Cookie regeln die rechtssichere Cookie-Einwilligung bevor Daten an z.B. Google oder PayPal fließen.
  • Rank Math oder Yoast SEO sind PlugIns, die Ihre Texte dahingehend überprüfen, ob sie von Suchmaschinen gefunden werden. Nur eine Webseite mit einer guten Suchmaschinenoptimierung wird auch von Ihren potentiellen Kunden gefunden.
  • PlugIns für Sicherungskopien Ihrer WordPress-Seite (sofern der Hoster dies nicht übernimmt), sowie gegen SPAM- und Hackerangriffe sollten ins Portfolio gehören.
  • Ferner können Page Builder das Leben bei der Erstellung Ihrer Webseiten erleichtern, da sie bereits viele Drag and Drop-gesteuerte Gestaltungsmöglichkeiten für die Erstellung Ihrer Webseite mitbringen, die bei Verwendung des Gutenberg-Editors nicht oder nur mit individueller Programmierung möglich wären. Häufig verwendete Page Builder sind z.B. DIVI oder Elementor. DIVI ist dazu gleichzeitig ein professioneller Ersatz für das mitgelieferte WordPress-Theme und kann mit einer sogenannten Lifetime-Lizenz (lebenslang kostenfreie Updates) vergleichsweise kostengünstig erworben werden. DIVI wird ständig weiterentwickelt und um neue Funktionen erweitert.